Da hetzt man mit dem Fahrrad zum Bahnhof, kommt gerade noch rechtzeitig am Bahnsteig an und dann das: Der Zug fällt mal wieder aus. Das ist nervig, gehört zum Pendeln aber dazu – so wie Verspätungen, laute Mitreisende oder der platte Fahrradreifen auf dem Weg zum Bahnhof. Die Fahrt zur Arbeit kann aber auch Spaß machen. Wir haben fünf Tipps für euch, mit denen ihr das Beste aus eurem Arbeitsweg in und um Bremen rausholt. 

1. Verspätungen checken

DB Navigator App auf Mobiltelefon
©bremenmag

Draußen stürmt’s? Dann checkt auf jeden Fall vorm Losgehen oder Losfahren, ob euer Zug wie geplant fährt. Das geht ganz einfach über die DB Navigator-App. Hier könnt ihr euch nach der Registrierung auch einen Verspätungsalarm einrichten. Um auf Nummer sicher zu gehen, gibt es außerdem die Möglichkeit, sich online die Bahnhofstafeln der Deutschen Bahn anzeigen zu lassen – zum Beispiel über die Website von Andreas Seier. Und fürs Checken der Anzeigetafeln gibt es auch eine App, die ihr euch runterladen könnt.  

2. Für den Notfall gerüstet sein

Rucksack mit Wasserflasche im Zug
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Wer das tägliche Pendeln gut gelaunt überstehen will, sollte immer fürs Worst-Case-Szenario gewappnet sein. Oberleitungsschäden passieren gefühlt immer dann, wenn man nach einem langen Arbeitstag mit knurrendem Magen im Zug sitzt. Proviant ist also Pflicht. Profi-PendlerInnen kennen die Regeln: kein Döner, Stinkekäse oder andere Geruchsattentate. Besser und gesünder sind Snacks wie Obst, Müsliriegel oder Nüsse. Wasser gehört auf jeden Falls ins Gepäck. Das Feierabendbier hingegen muss warten, bis ihr wieder heimischen Boden unter den Füßen habt. In den Regionalbahnen und der Nordwestbahn ist Alkohol verboten. Fahrradfahrer sollten bei schlechtem Wetter Regenjacke und Regenhose einpacken und bei jedem Wetter Flickzeug und Fahrradpumpe dabeihaben. 

3. Faltrad oder Schrotträder zulegen

Frau steht mit ihrem Klapprad vor einer Wand
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Wer ein Fahrrad mit in den Zug nimmt, zahlt extra. Nur Falträder dürfen kostenlos mit. Beim Kauf eines faltbaren Fahrrads solltet ihr darauf achten, dass es nicht zu viel wiegt. Schließlich müsst ihr es jeden Tag mehrmals die Stufen zum Gleis hoch- und runtertragen. Außerdem solltet ihr euch nicht das billigste Model aussuchen. Wer an der Qualität spart, zahlt oft über die Jahre drauf, weil Teile schneller verschleißen. Was auch geht: Sich zwei gebrauchte Räder zulegen, mit denen man jeweils zwischen Zuhause und Startbahnhof sowie Zielbahnhof und Arbeitsplatz pendelt. Je schrottiger die Räder aussehen, desto länger bleiben sie in eurem Besitz. An manchen Bahnhöfen, zum Beispiel in Bremerhaven, gibt es außerdem Fahrradschließboxen.

4. Entertainment runterladen

Frau mit Kopfhörern im Zug
©franz12 – stock.adobe.com

Beim Pendeln bequem im Internet surfen? Schön wär`s, klappt nur nicht immer. In Niedersachsen haben viele Streckenabschnitte gar keine oder nur sehr schlechte Netzabdeckung. W-LAN gibt es nur in der Regionalbahn, nicht in der Nordwestbahn. Deshalb am besten Buch oder Zeitschrift mitnehmen oder vorm Losfahren Podcasts, Netflix-Serien oder Musik runterladen. Ein Tipp für alle, die nicht genug von Bremen bekommen können: Auf bremen.de gibt es eine Liste mit Podcasts aus der Hansestadt. Handys, Tablets oder E-Reader solltet ihr vor der Abfahrt ausreichend laden oder eine Powerbank mitnehmen, denn nicht an allen Sitzen gibt es Steckdosen.

5. Das Beste draus machen

Malbuch für Erwachsene
©A_Different_Perspective from Pixabay

Bahnfahren hat seine Vorteile, nicht nur für die Umwelt. Viele PendlerInnen nutzen die Zeit im Zug, um zu arbeiten, Ideen zu sammeln oder einfach nur abzuschalten. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr euch die Zeit beim Pendeln mit einem Malbuch für Erwachsene vertreibt? Malen hilft beim Abschalten und ist allemal entspannter als aufs Smartphone zu starren. Ob kitschige Blumenmotive, Skylines oder Schimpfwörter zum Ausmalen – auf dem Markt für Erwachsenenmalbücher ist für jeden was dabei. Wer seine Ruhe will, packt die Noise-Cancelling-Kopfhörer auf die Ohren. Wer schlafen will, zieht sich ein tragbares Reisekissen über den Kopf. Zugegeben, damit sieht man aus wie ein Astronaut, aber auch das hat seine Vorzüge: Der Überzieher ist die perfekte Tarnung, wenn man nach der Arbeit keine Lust mehr auf Gespräche hat.  


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