Es gibt Produkte, die dafür bekannt sind, das sie aus Bremen kommen. Aber wusstet ihr auch, dass die Firma Reishunger ihren Sitz in der Hansestadt hat? Wir haben uns mit Gründer und Geschäftsführer Sohrab Mohammad getroffen, um mehr über das Start-up zu erfahren. Sein Lieblingsrezept hat er uns auch mitgebracht. Spoiler: Es hat mit Reis zu tun.

Mit der richtigen Frage ging vor zehn Jahren alles los. Sohrab Mohammad und Torben Buttjer saßen beim Mittagessen in der Bremer Uni-Mensa. Die beiden Studenten grübelten, was für ein Unternehmen sie gemeinsam gründen könnten. Irgendwann stellte Torben die Frage, die alles verändern sollte. „Was gibt es eigentlich im Iran, was es hier nicht gibt?“ Sohrab dachte nach, sein Blick wanderte über das Hühnerfrikassee auf seinem Teller und blieb an der Beilage haften. Lächelnd antwortete er: „Reis“.

Basmatireis von Reishunger
©Reishunger

„Das war eigentlich halb im Scherz gemeint, aber mit der Zeit fühlte sich der Gedanke immer besser an“, erinnert sich Sohrab, dessen Eltern aus dem Iran stammen. Natürlich gibt es in Deutschland Reis, aber eben nur eine Handvoll Sorten. „Einige sagen, es gibt Hunderttausende, andere sprechen von Tausenden Reissorten, die auf dem Markt verfügbar sind“, erklärt er. „Außerdem denken viele Deutsche beim Stichwort Reis an einen geschmacklosen Sattmacher, wo ordentlich Soße drauf muss, damit es schmeckt“, sagt der gebürtige Bremer. „Reis ist aber wie alle Naturprodukte intensiv im Geschmack und guter Reis schmeckt sogar pur.“

Aus Hass wird Liebe

Reis von Reishunger
©Reishunger

Also starteten Sohrab und Torben ihre Mission für mehr Reisvielfalt in Deutschland. 2010 gründeten sie Reishunger. Aus dem kleinen Start-up in der Überseestadt ist mittlerweile ein Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitenden geworden. Das Team importiert Reis direkt von Bauern und Reismühlen aus der ganzen Welt nach Bremen. Im Onlineshop gibt es 25 verschiedene Sorten Reis, außerdem Saucen, Gewürze oder Zubehör wie Reiskocher zu kaufen.

Als wir Sohrab nach seinem Lieblingsgericht fragen, erwarten wir ein Rezept aus der Heimat seiner Eltern. Aber mit diesem Klischeedenken liegen wir falsch. Stattdessen erzählt er: „Als Kind habe ich Milchreis gehasst. Viel später habe ich durch meine Arbeit bei Reishunger gelernt, dass das damals wohl am falschen Reis lag. Denn mit der richtigen Reissorte und einer guten Zubereitung schmeckt mir Milchreis heute himmlisch – in jeder Variation.“

Wir sind gespannt. Hier kommt das Rezept:

Milchreis mit Sauerkirschen

Milchreis mit Sauerkirschen von Reishunger
©Reishunger

Zutaten (für vier Portionen):

  • 200 gr. Milchreis
  • Zucker
  • Zimt
  • 1 Liter Milch
  • 50 gr. Sauerkirschen

Zubereitung

  1. Zuerst kommt der Milchreis in einen Kochtopf.
  2. Dann fügt ihr die Milch hinzu und nach Belieben etwas Salz, Zucker oder Zimt.
  3. Stellt den Herd auf die höchste Hitzestufe.
  4. Sobald der Milchreis kocht, den Herd wieder auf die niedrigste Hitzestufe stellen.
  5. Etwa 30 Minuten lang immer wieder umrühren, bis der Reis die Milch fast vollständig aufgenommen hat.
  6. Wenn eine cremige Masse entstanden ist, könnt ihr dieses Rezept noch mit etwas Sahne auflockern und mit Zimt und Zucker verfeinern.
  7. Danach verteilt ihr den Milchreis auf die Teller und schichtet das Topping eurer Wahl darauf. Bei diesem Rezept kommen Sauerkirschen on top.  

Noch mehr Rezepte für Milchreis in vielen Variationen findet ihr bei Reishunger

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