Jung und wild? Oder ruhig und familiär? Oder lieber von allem etwas? Für alle, die zum ersten Mal auf Wohnungssuche in Bremen sind, haben wir eine Übersicht der beliebtesten Stadtteile zusammengestellt. Hier erfahrt ihr, wo abends am meisten los ist, in welchem Quartier es eher gediegen zugeht und welcher Stadtteil bei Studenten immer beliebter wird. Eines ist sicher: Da draußen wartet irgendwo genau der richtige Bremer Wohnort auf euch.

1. Das Viertel: richtig viel los

Sielwallkreuzung im Viertel am Abend
©BremenMag / Eva-Christina Krause

Hinter dem Osterdeich vereinen sich die Ortsteile Ostertor und Steintor zu dem Quartier, das die Bremer „Viertel“ nennen. Mit seinen hippen Cafés, schrabbeligen Kneipen, alten Programmkinos und kleinen Läden erinnert es ein kleines bisschen an Berlin. Besonders schön: In vielen Straßen reiht sich ein Altbremer Haus ans nächste. Wie in jedem Ausgehviertel gibt es laute Ecken, aber auch ruhige Seitenstraßen, in denen die Menschen von dem Trubel nicht viel mitbekommen. Das Viertel war früher Studentenhochburg. Weil die Mietpreise in den vergangenen Jahren in die Höhe geschossen sind, ziehen viele Jüngere heute lieber in die Neustadt. Das Viertel ist und bleibt aber einer der begehrtesten Quartiere zum Ausgehen, Essen gehen und Wohnen.

Das Viertel ist der perfekte Ort für dich, wenn du: gerne mitten im Leben wohnst, bei Restaurants und Bars gerne die Qual der Wahl hast, es dir nichts ausmacht, besonders gut auf dein Fahrrad aufzupassen (Im Viertel werden Räder noch schneller geklaut als anderswo in Bremen.)

2. Schwachhausen: beliebt bei Familien

Bremer Bürgerpark
Bürgerpark ©bremenmag

Schwachhausen ist dafür bekannt schön grün, sehr ruhig und relativ wohlhabend zu sein. Villen im Jugendstil, grüne Gärten und schöne Altbremer Häuser prägen das Quartier, das besonders bei Familien beliebt ist. Das Zentrum von Schwachhausen bildet die Gegend rund um die Wachmannstraße. Hier kriegt man alles, was man braucht: Es gibt einen schönen Wochenmarkt mit Produkten aus der Region, Bäckereien, Supermärkte und allerlei große und kleine Läden. Einige Restaurants und Bars sind eher gediegen und nicht ganz günstig (wie das fantastische Isaak`s Garden) Es gibt aber auch günstige und gute Ausnahmen wie Onkels Bas Streetkitchen. Dickes Plus für diesen Stadtteil: Der Bürgerpark ist um die Ecke, Universität und Innenstadt sind schnell zu erreichen und im Sommer lockt der nahe Unisee mit seinem Badestrand.

Schwachhausen ist der perfekte Ort für dich, wenn du: viel Grün um dich herum magst, eine familiäre Atmosphäre bevorzugst, du keinen Trubel vor der Haustür brauchst.

3. Neustadt: im Kommen

Sonnenuntergang in der Neustadt Bremen
Bremen Neustadt ©Jana Sabeth on Unsplash

Von wegen falsche Weserseite: Die Neustadt ist im Kommen. Vor allem bei Studierenden ist der Stadtteil beliebt, weil die Preise hier (noch) nicht so hoch sind wie im Viertel. Zu Fuß ist man außerdem ruckzuck am schönen Werdersee. Im Flüsseviertel – entlang der Pappelstraße – und rund ums Buntentor gibt`s schöne Cafés. Die Friedrich-Ebert-Straße hingegen ist für ihre Bars bekannt. In den Kneipen ist die Stimmung eher ruhig und nachbarschaftlich, am Wochenende ist meist gegen ein Uhr Schluss. Wer dann noch weiterfeiern will, ist innerhalb von zehn Minuten mit dem Fahrrad im Viertel. Für schicke Restaurants ist die Neustadt nicht bekannt. Die Gastro ist einfach, aber gut. Wir empfehlen ganz besonders die Pizza von Fratelli Miccoli oder Bei Lino.

Die Neustadt ist der perfekte Ort für dich, wenn du: nicht auf Schickimicki stehst, lieber Falafel oder Pizza magst als Haute Cuisine, Cafés und Bars in der Nähe haben willst.  

4. Überseestadt: nah am Wasser gebaut

Bremer Überseestadt
Überseestadt ©Eva-Christina Krause

Einige Bremer rümpfen über den recht jungen Ortsteil die Nase: zu teuer, zu anonym, einfach nix los. Die, die in dem Quartier wohnen, sehen das anders. Ihnen gefällt`s hier, weil die Überseestadt modern, eher ruhig und nicht zu überlaufen ist. Die Mischung aus historischen Speichern, neuen Wohn- und Bürohäusern sowie direkter Wassernähe ist unbestritten etwas Besonderes. Noch ist die Überseestadt nicht fertig entwickelt. Es gibt viele Baustellen, wenige Supermärkte und die Verkehrsanbindung ist mittelgut. Der vordere Teil der Überseestadt ist an die Straßenbahnlinie angebunden, weiter hinten fahren Busse. Dafür bietet das Quartier den Strandpark Waller Sand mit seinem einzigartigen Industriepanorama, schöne Wohnungen mit Weserblick und immer mehr gute Restaurants und Cafés.

Die Überseestadt ist der perfekte Ort für dich, wenn du: auf Neubauten stehst, Wasser und Wind liebst, es dir nichts ausmacht, zum Shoppen oder Ausgehen deinen Kiez auch mal zu verlassen. 

5. Findorff: richtig charmant

Findorff Markt in Bremen
©BremenMag / Eva-Christina Krause

Direkt am Nordausgang des Hauptbahnhofs startet der Stadtteil Findorff. Eine Straßenbahnbindung hat das Quartier nicht. Mit dem Bus oder Fahrrad ist man aber schnell am Hauptbahnhof, auch der Bürgerpark ist um die Ecke. Beliebt bei den Findorffern: der große Biergarten Port Piet am Torfhafen, der wöchentliche Findorffmarkt und die Hemmstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften. Ob Wein, Käse oder Mode, auf der Einkaufsstraße bekommt man einfach alles. Kultur hat der Stadtteil auch zu bieten. Das Kulturzentrum Schlachthof liegt am Rand der Bürgerweide. Hier gibt´s unter anderem eine Kneipe, einen Sommergarten und eine große Open-Air-Bühne. Das ganze Jahr über finden Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Open-Air-Kino statt.

Findorff ist der perfekte Ort für dich, wenn du: kleine, charmante Läden magst, eine familiäre Nachbarschaft bevorzugst und zentral in der Nähe des Bahnhofs wohnen willst.  


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